Alles über das neue Rentensystem
In den Niederlanden hat es in letzter Zeit viele Entwicklungen rund um unser Rentensystem gegeben. Diese begannen 2019 mit dem Abschluss des neuen Rentenabkommens zwischen der Regierung, den Gewerkschaften und den Rentenverwaltern. Seitdem haben verschiedene Regierungsbehörden daran gearbeitet, was zum Rentenzukunftsgesetz führte. Dieses Gesetz wurde im vergangenen Dezember vom Parlament verabschiedet. Das bedeutet, dass die Pläne in den kommenden Monaten konkreter werden und das neue System voraussichtlich am 1. Juni 2023 in Kraft treten wird.
Was wird sich ändern?
Das neue Gesetz sieht eine Reform des Rentensystems vor. Nicht alles wird sich ändern. Es wird weiterhin eine staatliche Rente geben, die ab einem bestimmten Alter jedem zusteht, sowie eine zusätzliche Altersvorsorge, die man über den Arbeitgeber und einen Rentenversicherungsträger aufbaut. So bleiben die Risiken im Zusammenhang mit Alter, Tod und Erwerbsunfähigkeit weiterhin für alle gleich. Die Rentenversicherung wird individueller gestaltet, und ihr zukünftiger Wert ist nicht mehr festgelegt. Jeder kann seine individuellen Beitragszahlungen einsehen. Rentenversicherer können ihre Anlagen dann unterschiedlich gestalten. Jüngere Menschen sind nämlich risikobereiter als ältere. So steigen Renten beispielsweise in wirtschaftlich guten Zeiten schnell an, können aber in wirtschaftlich schlechten Zeiten auch sinken. Diese Änderungen zielen in erster Linie darauf ab, eine Lösung für unsere sich wandelnde Gesellschaft zu finden. Wir alle werden älter und wechseln häufiger den Arbeitgeber. Das neue System trägt dem besser Rechnung. Welche Konsequenzen ergeben sich für Personalabteilungen und Arbeitgeber? Dies bringt einige Änderungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber mit sich. Insbesondere Personalverantwortliche und Pensionskassenverwalter werden in naher Zukunft vor verschiedenen Entscheidungen stehen. Tritt das Gesetz am 1. Juni 2023 in Kraft, haben sie weitere dreieinhalb Jahre Zeit, alle bestehenden Regelungen umzustellen. Spätestens bis zum 1. Januar 2027 erhält somit jeder eine neue Altersvorsorge.Unsere Tipps für HR
Wir raten Ihnen, die Entwicklungen in diesem Bereich in den kommenden Monaten aufmerksam zu verfolgen. Dann wird sich klar herausstellen, welche Vereinbarungen wann getroffen werden müssen und was diese konkret beinhalten. Es ist außerdem wichtig, frühzeitig Gespräche mit Ihren Mitarbeitern zu führen. Insbesondere ältere Mitarbeiter, deren Renteneintritt in absehbarer Zeit bevorsteht, müssen sich möglicherweise auf ein völlig anderes System einstellen. Dies ist für sie natürlich besonders schwierig, da sie über all die Jahre im Rahmen des alten Systems Leistungen angesammelt haben. Die Vergütungsmodelle werden derzeit noch geprüft. Sprechen Sie aber schon jetzt mit Ihren Mitarbeitern, um deren Wünsche und Probleme zu erfahren. Eine gute HR-Software hilft Ihnen dabei, zu ermitteln, welche Mitarbeitenden von dieser Richtlinie wesentlich betroffen sein werden und welche nicht. Sie unterstützt Sie außerdem bei der Dokumentation von Vereinbarungen und der Automatisierung bestimmter Prozesse, beispielsweise im Zusammenhang mit der betrieblichen Altersvorsorge. Angesichts der heutigen Arbeitsbelastung von HR-Fachkräften ist dies unerlässlich, um unnötige manuelle Fehler und Ungenauigkeiten zu vermeiden.